Von Osterhasen, Eiern und diesem Ding namens Tradition

Da sind sie, der Frühling, die Sonne und mit ihnen das Osterfest. Das heißt morgen hoppelt der Osterhase durch viele Gärten oder Wohnungen und erfreut uns alle mit Schokoeiern – oder?

Da ist sie wieder, die Sache mit der Tradition. Denn Ostern ist hier ein wichtiges Wochenende, und das hat in diesem Fall sogar nicht unbedingt etwas mit dem kirchlichen Feiertag zu tun. Mal ganz ehrlich – wie viele gehen am sog. wichtigsten Feiertag des Christentums (ja, wichtiger als Weihnachten) in die Kirche? Ich persönlich kenne da nur die, die auch ohne besondere Feiertage in die Kirche gehen. Aber trotzdem ist mir aufgefallen, dass dann doch die meisten am Karfreitag kein Fleisch essen. Warum? Ist das am Ende doch alles nur Gewohnheit? (Am Fleisch kann es ja bei vielen eigentlich nicht wirklich liegen, denn die Logik, trotzdem Fisch zu essen, habe ich noch nie verstanden)

 

Doch was macht Ostern dann aus? Ein wichtiger Teil davon sind die überall stattfindenden Osterfeuer. Diese läuten den Frühling ein – passt doch super zur heutigen Zeitumstellung oder?

Aber was noch… da war doch was … ach ja! Die süßen kleinen Osterhasen mit Ostereiern, selbstgemacht oder aus Schokolade. Ganz früher habe ich immer mit meiner Mutter oder Oma Eier bemalt – so lange bis alle Obstbäume im Garten so dicht behangen waren, dass ein weiteres Ei die Blütenpracht des Frühlings verdorben hätten 😉

Ich selbst kenne Ostern gar nicht anders, als dass am Sonntag eine Eiersuche im Garten stattfindet. Meistens gab es hierfür einen Korb mit Hasen und dazu einzelne Schokoladeneier. So war ich dann doch etwas geschockt bei meinem Ostern vor ein paar Jahren beim Schüleraustausch in den USA (New Hampshire). Denn dort sah das ganze ein wenig anders aus: Ganz der Plastik-Industrie geschuldet, gab es Kunststoff-Ostereier, die sich wie Ü-Eier aufmachen ließen. Diese wurden dann befüllt. Entweder einfach nur mit Süßigkeiten oder in den wohlhabenderen Familien mit Geld (und davon nicht gerade wenig). War irgendwie ein komisches Gefühlt und auch nicht mehr „richtig Ostern“.

Aber wo wir gerade bei Geld sind… So im Nachhinein bin ich ganz froh, dass es bei mir nie „Ostergeschenke“ gab. Denn meiner Ansicht nach reichen ein Weihnachten voller Geschenke und ein Geburtstag im Jahr dafür völlig aus. Bei zu vielen Gelegenheiten für Geschenke verschwindet irgendwann die Freude darüber. Wenn jemand – wie ein 12-Jähriger aus meinem Bekanntenkreis – zu Ostern schon eine 500 € teure Unterwasserkamera bekommt, was muss dann beim nächsten Geburtstag her?

Da ist doch ein Familienfest und ein Milka-Ei vollkommen ausreichend für ein schönes und gelungenes Osterwochenende!

 

 

Für noch mehr Oster-Lesespaß schaut doch bei Gianna und Celine vorbei!

 

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