Bachelor Arbeit #1 Themenfindung

… oder: wie ich es doch noch geschafft habe Hobby mit Studium zu verbinden …

1. Was studiere ich nochmal?

Zuallererst sollte ich vielleicht nochmal erklären, was ich genau wie studiere.

Was: Religionswissenschaft.

Wie: als Kulturwissenschaft 😉

Auch wenn „Kulturwissenschaft“ noch überhaupt gar nichts erklärt ist dieses „wie“ von unglaublich großer Bedeutung, weil es a) gleich klarstellt, dass ich nicht will, dass es mit Theologie verwechselt wird und b) genau dieser Zusatz es mir ermöglicht, mich in meiner Bachelor Arbeit nach Lust und Laune auszutoben und mir ein Thema meiner Wahl auszusuchen.

 

2. Themenfindung

Doch hierin lag für mich immer genau das Problem: Die Qual der Wahl. Desto mehr Auswahl – desto weniger kann ich mich entscheiden. (Vielleicht positioniere ich mich auch einfach nicht gerne und jede Wahl positioniert mich. Stopp … jede Nicht-Wahl auch …) Fazit: Nicht nur im Leben allgemein, sondern gerade hier musste endlich eine Entscheidung getroffen werden!

Mein allererster Themenvorschlag war: „Der Diskurs im Cultural Appropriation am Fallbeispiel Yoga“. Ich hatte für das Thema sogar schon Literatur gehortet und hätte alle meine vorherigen Referate und Hausarbeiten zum Thema Yoga (bei Interesse gerne melden, dann schreib ich was dazu) ohne Probleme in die Bachelorarbeit einbauen können.

Vor zwei Wochen aber meinte dann meine Professorin: „Das ist doch langweilig – machen Sie doch mal was Neues!“

Folge: Ich, fange an zu verzweifeln.

Na toll! Das Thema fällt also weg … und was nun? Eine Woche lang habe ich hin und her überlegt, aber mal waren die Themen zu weitläufig für eine kleine Bachelorarbeit oder wieder zu „langweilig“. Als alles nichts mehr half gab es nur noch einen Satz oder eine Überlegung die weiterhelfen konnte (Zitat meiner Professorin):

 

„Stellen Sie sich vor es wäre Fashion Week und ein religionswissenschaftlicher Vortrag gleichzeitig. Welches Thema müsste dieser Vortrag haben, damit Sie nicht auf die Fashion Week gehen?“

 

Nach diesem Satz fiel alles leichter: 100 % der Themen waren jetzt von vornherein ausgeschlossen. (Entweder ich würde immer die Fashion Week vorziehen oder aber es gibt zu neuen und interessanten Themen keine Literatur)

Warte, halt, stopp. So sollte das auch nicht laufen.

Folge: Ich, bin jetzt definitiv am verzweifeln.

 

3. Was ist denn jetzt mein Thema?

Wie bereits klar sein sollte, hat das Verzweifeln mittlerweile aufgehört – sonst würde ich ja gar nicht hier sitzen und den Blogpost über mein Thema schreiben, sondern den Kopf gegen die Wand schlagen.

Doch am Wochenende machte es klack: Warum kompliziert wenn es auch ganz einfach geht? Mit einer kleinen Idee begab ich mich also heute in die Sprechstunde, ganz in Bangen, dass nicht noch der letzte Funken an Hoffnung wieder ausgepustet wird …

… und ging hüpfend und freudestrahlend wieder raus!

Es hat geklappt, ich bin überglücklich und das Beste: Ich kann euch hier auf dem Blog immer wieder Updates geben, denn:

die Lösung ist:

„Mode als religionsanaloges* Phänomen“

*was das ist, wird in Zukunft noch erklärt werden 😉

Und weil die Religionswissenschaft ja so auf Akteursaussagen bezogen ist kann ich ja gleich mal fragen: Was war euer erster Gedanke, als Ihr das Thema gelesen habt?

Und wollt ihr, dass ich hier immer wieder Schritt für Schritt Teile der Arbeit mit euch teile, oder  auf Literatur, die ich dafür lese eingehe? Das würde heißen, dass ich auch mehr darüber schreibe, was die Religionswissenschaft (hier an meiner Uni) eigentlich so macht, was ihre Theorien sind, und welche Themen man ganz allgemein damit bearbeiten kann. Empfehlen kann ich hier auch nur unbedingt den Blog einer Kommilitonin: Zwischendrinkultur empfehlen.

 

PS: Für diejenigen, die sich jetzt darüber ärgern, dass KulturwissenschaftlerInnen (oder ganz allgemein: GeisteswissenschaftlerInnen) ja alles und jeden sch*** machen können, hier schon mal ein kleiner Einblick in das Thema: Mein Blogpost von vor einem Jahr zum indischen Sari.

 

PPS: Falls oben zitierte Professorin das ließt: Ich bin trotz „vergeudeter Vorbereitungszeit“ zum alten Thema überaus glücklich über das neue – und hoffe, ich bleibe es bis zur Abgabe auch 😉

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Ein Kommentar zu „Bachelor Arbeit #1 Themenfindung

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